Das Problem mit Cloud Speichern

Cloud ist die Zukunft. Zumindest scheint es so. Es gibt haufenweise Startups und Firmen, die entweder komplett auf Cloud Storage spezialisiert sind, oder Cloud Speicher als (Zusatz-) Produkt anbieten. Ich bin grundsätzlich auch ein Fan von der Idee. Für mich steht aber ein großes aber vor vielen Cloud-Lösungen: Die Sicherheit. Ich will nicht, dass irgendwelche Firmen meine Daten weiterverwenden oder verkaufen. Ich will nicht, dass meine Bilder irgendwie in die Öffentlichkeit gelangen.

Leider bin ich da ein eher kleiner Teil der Menschheit. Wenn uns der Fall Snowden eins gezeigt hat, dann, dass die Privatsphäre im Internet einem Großteil der Menschheit komplett egal ist oder sie einfach zu faul sind was zu ändern. Klar habe ich den auto Upload meiner Bilder auf Google Drive an. Klar verwende ich auch Google als Suchmaschine, aber ich bin gerade dabei was zu ändern. – Ich schweife ab – Also: Mein wichtigster Punkt ist die Sicherheit, damit gemeint ist die Sicherheit meiner Daten vor der Weiterverwendung also eine Art von Verschlüsselung vor dem Gelangen auf den Server. Zweiter Punkt ist, dass ich zur Zeit noch geldlich ein bisschen durch meine Eltern eingeschränkt werde, ich also die gratis Services nutzen muss. Das heißt, ich möchte möglichst viel gratis Angebot zur Verfügung haben. Und deswegen schaue ich mich schon seit längerer zeit nach solchen Diensten um. (Jetzt sagt mir bitte keiner, dass man immer nur das bekommt für das man zahlt – das ist mir klar. Trotzdem gibt es auch einige Services die sehr ordentliche gratis Angebote bereitstellen, wenn auch mit Einschränkungen).

Jetzt kommen wir eigentlich zum Hauptteil: bekannte Speicherlösungen und was ich an ihnen bemängele:

Dropbox ist in meiner Umgebung sehr bekannt und auch beliebt. Mein Problem mit Dropbox ist, dass es nur sehr wenig Freien Speicher anbietet. Sonst ist das Rundumpaket echt Wahnsinn. Natürlich ist das ein komplettes Ökosystem, in das man mit dem Service eingebunden wird aber dieser ist auch echt schon sehr gut ausgereift.

Google Drive Hiermit meine ich nicht nur Google Drive an sich, sondern auch alle andderen Services wie Google Photos, Google Docs und Google Play Music. Damit auch zu dem Großen pro von den Google Services: Sie sind echt gut aufeinander Abgestimmt und bieten zusammen sehr viel freien Speicherplatz. So kann man unendlich viele Bilder mit einer Auflösung von maximal 2K hochladen und auch bis zu 50.000 Lieder kostenlos auf Google Play Music speichern. Außerdem werden auch Google Docs Dateien frei gespeichert. Zusätzlich zu dem Ganzen kommen auch noch 15GB an weiterem online Speicher. Der Preis dafür: Google hat deine Daten. Auch wenn ich nicht direkt glaube, dass sie diese unbedingt weiterverkaufen, haben sie immernoch freien Zugriff und können diese weiterverarbeiten. Ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber allein die Möglichkeit finde ich schon beängstigend genug.

Microsoft Onedrive (Skydrive) Wiederum ein Anbieter, der vor allem für Schüler und Studenten sehr interessant ist. Hier werden nälich die oft genutzten Office Programme von Microsoft perfekt eingebunden. Für Bildungseinrichtungen kann man sich einen gratis Zugang holen, mit freiem Zugriff auf die meisten Office Programme und 1TB Gratis Speicher. Was mich davon abhält Onedrive zu nutzen ist eigentlich nur, dass erstens meine Schule keine Lust hat sich zu registrieren und zweitens es früher mal 30GB freien Speicher gab, der dann aber zurückgenommen wurde, was mich immernoch ein bisschen kränkt.

Mega.nz Das ist bis jetzt mein Favorit. Gegründet von Kim Dotcom, ist dieser Provider von Anfang an auf Verschlüsselung und Sicherheit der Daten ausgelegt. Das bedeutet eine Zero-Knowledge Verschlüsselung, die konsequent umgesetzt ist. Man muss sich sein Passwort merken oder zumindest den Master-Key sicher aufbewahren, weil sonst nicht einmal das Mega-Team selbst die Daten wiederherstellen kann. Außerdem besteht jeder Sharing-Link aus zwei Teilen: dem Link zur Seite und einem Sicherheitsschlüssel. Wenn man nun auf Nummer Sicher gehen will, kann man diese beiden Teile separat verschicken (theoretisch kann der Link öffentlich sein und nur der Key sicher übertragen werden). Es gibt Grundsätzlich 15GB an freiem Speicher + verschiedene Möglichkeiten um zusätzlich Speicher zu verdienen: Freund einladen, Desktop App nutzen oder die Mobile App herunterladen. damit bekommt man sehr schnell um die 50GB.  Außerdem gibt es auch noch einen verschlüsselten Chat.

Hier noch ein paar andere kurz zusammengefasst:

pCloud 10GB freier Speicher; Verschlüsselung nur mit Bezahlung; Kein “View-Only” Zugriff möglich (sharing)

Sync.com 5GB freier Speicher; Zero-Knowledge Encryption; 1GB zusätzlich per refeeral

Degoo Wer viel freien Speicher haben will, der ist hier am richtigen Platz 100GB; Serverstandort ist Schweden; Kein Webinterface

 

Zusammenfassung

Grundsätzlich sind alle diese Provider relativ vertrauenswürdig und haben auch sonst angemessene Preise. Das was mich jedoch an den meisten stört, ist, dass sie sehr intransparent sind. Damit meine ich, dass bei vielen nicht ganz eindeutig ist, was genau mit den Daten passiert, wer auf sie zugreifen kann, welche Rechte ich abgebe und wo sie gespeichert werden. Vor allem deswegen benutze ich Mage. Wichtig zu sagen ist auch noch, dass sie Kein Ersatz zu einem Hardware Backup sind! Viele schützen sich in der AGB vor Ansprüchen und verdeutlichen, dass sie keinen entstandenen Schaden übernehmen.

Lukas Schulz

 

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